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Artikel „Schriftdolmetschen – die perfekte Kommunikationshilfe für Nicht-Gebärdensprachler“

22.06.2019 | Schriftdolmetschen

Heute gab es gleich doppelten Grund zur Freude. Denn es lagen gleich zwei Magazine, zu denen ich meinen Beitrag leisten durfte, in meinem Briefkasten.

Zum einen handelte es sich dabei um die soeben erschienene Broschüre „Schwerhörigkeit meistern – Wege zur Teilhabe“, die von der Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern e. V. (VKIB e. V.) in Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg, Frau Nicole Orf, herausgegeben wird.

Ich durfte für diese Broschüre einen kurzen Artikel über das Schriftdolmetschen verfassen, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

In diesem Geheft kommen jedoch auch Betroffene zu Wort und schildern ihre Erlebnisse, die ihnen bisher mit ihrem hörenden Umfeld widerfahren sind, insbesondere während ihrer Schullaufbahn. Ebenso werden Anlaufstellen mit der jeweiligen Kontaktadresse aufgeführt und zahlreiche konkrete Vorschläge erläutert, wie man Barrierefreiheit für schwerhörige Menschen in der Praxis umsetzen kann, u. a. mit dem Einsatz von Schriftdolmetschern.

Mithilfe dieser Informationsschrift soll ein größeres Augenmerk auf das leider noch immer als Tabu geltende Thema Schwerhörigkeit in der Gesellschaft gerichtet und so mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Eine sehr interessante und empfehlenswerte Broschüre! Erhältlich ist sie u. a. bei der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg.

Mein Artikel ist auf Seite 47 zu finden. Weiter unten gibt es ihn auch noch einmal zum Nachlesen.

Und der andere Grund zur Freude war die Fachzeitschrift Schnecke. Nähere Informationen dazu finden Sie in folgendem gesonderten Newsartikel. Viel Spaß beim Lesen!

 

Schriftdolmetschen – die perfekte Kommunikationshilfe für Nicht-Gebärdensprachler. Von Bianka Kraus, Neumarkt i.d.OPf.

Beim Schriftdolmetschen werden das gesprochene Wort und akustische Informationen in Schriftsprache übertragen – und das in Echtzeit. Für Personen mit eingeschränktem Hörvermögen, denen es trotz Hörgerät oder Cochlea-Implantat (CI) schwerfällt, Gesprächen über längere Zeit zu folgen, bedeutet das eine große Entlastung hinsichtlich der Konzentration. Sie können das Gesprochene entspannt auf einem externen Bildschirm, Tablet, Smartphone oder sogar an einer Leinwand mitverfolgen. Dadurch sind sie mitten im Geschehen und weniger gestresst. Ihnen entgehen keine Informationen, sie fühlen sich nicht ausgeschlossen und können am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Für welche Bereiche eignet sich der Einsatz eines Schriftdolmetschers und wer übernimmt die Kosten?

Einsatzbereich

Kostenträger

Gesundheit
Arzt, Optiker, Sanitätshaus, Therapien, Hörgerä-
teakustiker, Krankengymnastik, Krankenhausauf-
enthalte
Krankenkasse
Krankenhaus
Bildung
Unterricht, Studium, Elternabende (Kinderkrippe/
-garten, Schule), Elternsprechtag
Bundesagentur für Arbeit
Krankenkasse
Inklusionsamt
Bezirksregierung
Beruf
Berufsausbildung, Berufsberatung, Umschulung,
Vorstellungsgespräch, Fort-/Weiterbildung, Kon-
ferenz, Betriebsversammlung, Rentenberatung,
Teamsitzung
Bundesagentur für Arbeit
Inklusionsamt
Deutsche Rentenversicherung
Deutsche Berufsgenossenschaft
Unternehmen
Recht
Gericht, Polizei, Rechtsanwalt, Notar
Gerichtskasse
Polizei
Kirche
Gottesdienst, Taufe, Kommunion, Konfirmation,
Firmung, Trauung, Beerdigung
Diözese
DAFEG
Behörde
Behördengänge
Landesbehörde
Bundesbehörde
Freizeit und Kultur
Selbsthilfegruppentreffen, Veranstaltungen, Ver-
sammlungen, Theater-/Museumsbesuche, Bera-
tungsgespräche (Bank, Versicherung etc.)
Veranstalter etc.


Bildunterschrift: Schriftdolmetschen mithilfe einer Stenomaske